1741Österreichischer Erbfolgekrieg
Ausweitung des Schlesischen Krieges zum Österreichischen Erbfolgekrieg (bis 1748) mit Eingreifen von Frankreich, Sachsen, Bayern und Spanien gegen Österreich; Elisabeth neue Zarin in Rußland (bis 1762).
1741 4. Juni
Preußen tritt dem Breslauer Vertrag bei, einem gegen das Haus Habsburg gerichteten Bündnis zwischen Frankreich, Spanien und Bayern.
1741 9. Oktober
Mit der Geheimkonvention von Klein-Schnellendorf schließt Preußen einen überraschenden Waffenstillstand mit Österreich gegen Überlassung Niederschlesiens mit Neiße. Nach der Eroberung Prags durch die Verbündeten tritt Friedrich abermals in den Krieg ein und besetzt zeitweilig Mähren. Sachsen schließt sich dem Bündnis an und unterstellt seine Armee dem preußischen König.
1742 11. Juni
Im Berliner Frieden erhält Preußen den größten Teil Ober- und Niederschlesiens sowie die Grafschaft Glatz.
1742
Karl VII. Albrecht von Bayern wird römisch-deutscher Kaiser (bis 1745).
1745 22. MaiZweiter Schlesischer Krieg
Mit dem Einfall in Böhmen eröffnet Friedrich II. den Zweiten Schlesischen Krieg; Gefecht von Jägerndorf (22.5.), Sieg Friedrichs bei Hohenfriedberg (4.6.), Sieg bei Soor (30.9.), Gefecht bei Klein-Hennersdorf; Entsatz des bedrohten Berlin (November), Sieg des Fürsten Leopold I. von Anhalt-Dessau, des »Alten Dessauers« (1676-1747), bei Kesselsdorf (15.12.).
1744 Mai
Nach dem Aussterben des Fürstenhauses Cirksena fällt Ostfriesland durch Erbschaft an Preußen, das damit Zugang zur Nordsee erhält.
1744
Als Vorbereitung eines erneuten Krieges gegen Maria Theresia Abschluß der Frankfurter Union mit Kaiser Karl VII. (Bayern), der Kurpfalz und Hessen-Kassel sowie einer Offensivallianz mit Frankreich.
1745 25. DezemberFriede von Dresden
Frieden zu Dresden zwischen König Friedrich, Maria Theresia und August III. von Sachsen-Polen (25.12.); Österreich bestätigt Preußen den Besitz von Schlesien; Franz Stephan wird in Frankfurt als Franz I. (bis 1765) zum Kaiser gekrönt, Maria Theresia wird Kaiserin; Friedrich II. erkennt Franz I., den Gemahl Maria Theresias, als Kaiser an. Eine Veröffentlichung über die Feiern anläßlich des Kriegsendes in Potsdam und Berlin nennt auf dem Titelblatt erstmals Friedrich II. "den Großen".
1746
Beginn der Justizreform durch Samuel von Cocceji: Vereinheitlichung des Gerichtswesens mit drei Instanzen, Abkürzung der Verfahren, Ausbildungsrichtlinien für die Richter, die zu besoldeten Staatsbeamten werden. Überprüfung des Justizpersonals. Der Codex Fridericianus (neue Prozeßordnung) wird 1747 bis 1749 in den einzelnen Provinzen eingeführt. Einleitung der Kodifizierung eines allgemeinen Landrechts (endgültige Fassung 1794 in Kraft).
1746
Einrichtung eines Kriegsdepartements im Generaldirektorium, Ausarbeitung militärischer Führungsgrundsätze und Militärgerichtsbarkeit für Preußen bis 1763.
1747 1. Mai
Schloss Sanssouci, gebaut von Hans Georg Wenceslaus Freiherr von Knobelsdorff nach den Skizzen Friedrichs II., wird feierlich eingeweiht.